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Axel Nagel 360° : Aussenansicht
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Das Album verbindet rauh klinende akustik gitarren mit sounds aus dem off , groovige rythmen im lo fi character mit allerschönsten melodien, blues ,folk und soul mit ideen aus soundtracks . dazu poetische, zu freien deutung neigende deutsche texte .
Genre: Folk: Folk Pop
Release Date: 2011
Aussenansicht
Axel Nagel 360°
Record Label: Spion Music
  • Download Album (MP3) - $9.99

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Preview Song Name Time Buy
1. Navigation 4:28 + MP3 $0.99
2. Bewegung In Der Ferne 5:58 + MP3 $0.99
3. Aussenansicht 4:20 + MP3 $0.99
4. Die Agenten 6:07 + MP3 $0.99
5. Eine Sekunde 5:58 + MP3 $0.99
6. Waldläufer 5:22 + MP3 $0.99
7. Nachruf 5:38 + MP3 $0.99
8. Lied In 3 Teilen 4:25 + MP3 $0.99
9. Ein Begleiter 4:06 + MP3 $0.99
10. Wilde Wege 4:37 + MP3 $0.99
11. Rückblick 3:36 + MP3 $0.99
12. Kaffe Im Freien 5:11 + MP3 $0.99
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Album Notes

Axel Nagel Aussenansicht

Axel Nagel, der u.a. auch als Gitarrist und Sänger der Bands „Tightrope“ und „Opportunity“ bekannt ist, legt mit seinem Soloprojekt Axel Nagel 360° sein zweites Album mit dem Titel „Außenansicht“ vor.
Dabei bleiben Nagel und seine Band ihrem musikalischen Stil und Sound, der sich zwischen akustischem Singer-Songwritertum und rhythmisch groovenden Elementen aus unterschied-lichen Musikstilen, wie z.B. Funk, Folk oder Soul, gefühlvoll bewegt, treu. Neu ist die Hin-wendung zur deutschen Sprache, zu deutschen Texten.
Die 13 Songs des Albums wurden bis auf eine Coverversion von James Taylor allesamt von Axel Nagel geschrieben. Der Kreis als Zeichen, als Symbol zeigt sich auf dem Album in viel-facher Weise. Er deutet sich bereits im Titel des Projekts „360°“ an, findet sich auf dem Co-ver der CD in Form eines Fotos eines kreisrunden Bassins, das von Nagel umschritten wird und gibt textlich im Eröffnungssong „Navigaton“, zu dem es im Internet ein eindrucksvolles Video gibt, auch die inhaltliche Richtung des rund 64 Minuten dauernden Albums vor.
In diesem Song geht es um die Richtungs- und Orientierungslosigkeit derer, die ihre Mög-lichkeiten sehen, jedoch keine Entscheidung fällen bzw. fällen können, weil jede Entschei-dung Festlegung und damit Ende anderer Träume in andere Richtungen bedeutet: „Ich steh’ hier und dreh mich selbst im Kreis und laufe ziemlich heiß ob der Möglichkeiten, die ich hab“.
In der Folge textlich Aspekte des Allgemeinmenschlichen eingekreist und umkreist. Das reicht vom Wunsch des Blicks von außen auf sich selbst im Titelsong „Außenansicht“ über die entschleunigte, fast stehende Ballade „Ein Begleiter“, die die vorsichtige Ansprache der inneren Stimme der Intuition, gerichtet an eine zweifelnde Person, versprachlicht, bis hin zu Fragen nach dem, was unsere Pläne ermöglicht, verändert oder verhindert in „eine Sekunde“. Plötzlich und völlig unerwartet kehrt sich nicht selten alles Erhoffte, Geplante, Ersonnene und Gelebte im Bruchteil einer Sekunde um.
Die Texte bedienen sich zumeist einer bildhaften Sprache, die deskriptiv Momente und Stimmungen umreißt. Es werden in ihnen Fragen aufgeworfen, jedoch ist Nagel redlich genug, keine einfachen Antworten zu geben oder mit dem erhobenen Zeigefinger platte Botschaften zu entwickeln. Die gefundene Sprache der Texte verbindet sich auf selbstver-ständliche Weise sowohl mit der markanten, vom Soul geprägten Stimme Nagels als auch mit der Musik. Selbstverständlich interagieren die Musiker im Zusammenspiel, das zu jeder Zeit die Stimmung der Songs unterstützt und dabei rhythmisch vertrackte, groovende Strukturen legt, die auch Raum für Solopassagen ermöglichen, in denen alles andere als Skalensport zelebriert wird. Auf äußerst musikalische Weise wird hier Melodien und Riffs nachgespürt und Bass und Gitarre werden als gleichberechtigte Soloinstrumente eingesetzt – hier könnte man sich an Joni Mitchells „Hejira“ erinnert fühlen. Trotz des akustischen Klangbildes, das oft vom brillant gepickten oder geschlagenen Dobrospiel Nagels geprägt ist, ist so ein Album entstanden, das eben nichts mit klagender Lagerfeuerstimmung zu tun hat, sondern eines, das neben der Hinwendung zu Song und Melodie eben auch eine zur rhythmischen Struktur hat. Die Songs grooven, das Klangbild – von Andi Kemmer aus Gingen gemixt und gemastert - atmet und knarzt lebendig. Die Band, zu der seit Jahren Steffen Köble am Schlagzeug und Markus Braun am Kontra- und E-Bass gehören, hat dafür die Basictracks live eingespielt, was zeigt, wie hervorragend diese Musiker aufeinander eingespielt sind und aufeinander hören.
Das Album endet wie es begonnen hat: mit Geräuschen aus der Natur. So schließt sich am Ende ein Kreis, der auf dieser CD Stimmungen, musikalische Momente, Melodien, Solo-passagen und eben auch Texte als Ganzes vereint, denen aber einzeln nachgehört und nach-gespürt werden kann. Damit ist bei aller markant stilistischen Festlegung ein überraschend


offenes und auch vielfältiges, persönliches und eigenständiges deutschsprachiges Album gelungen, das beim Label Spion Musik der Stumpfes in Aalen erschienen ist.

Stefan Renner




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