the base
sunday morning rituals
indierock
Da halten nur noch Vergleiche mit den Besten her.
Concerto Nr. 1., 2004
âTHE BASE", das Grazer Trio, das sich das âThe" nicht erst nachträglich dazuschwindeln musste, können sicher locker mit der im aktuellen Visions angepriesenen âbesten New-Rock-Band des Multiversums" mithalten.
Megaphon März 2004
Das Grazer Trio âTHE BASE" veröffentlicht mit dem Album âSUNDAY MORNING RITUALS" einen charmanten Rundgang durch die ruhigere Abteilung des Alternativ Rock ( drei Hinweise: späte Blur, frühe Eels und Lou Reed sanft). Die Gitarre tritt dabei in den Hintergrund, dafür wuchtet der Bass die auf mittlerem Tempo angelegten Riffs und Melodiefragmente, quengelt ab und an eine hübsche Orgel und lässt viel Raum für den erstaunlich unösterreichischen Gesang (Stichworte: im Englischunterricht aufgepasst - und: voluminöse Stimme!).
Eine Empfehlung!
Standard, Christian Schachinger, 18.12. 2003
Die Presse, 23.04.2004, Disctheque:
Groovt gut
The Base: Über eine Band, die so grundsoliden und leichthändig dargereichten Rock macht, ließe sich viel Gutes sagen. Aber weil das Gute in der Popmusik (im Gegensatz zum Alpinsport) grundsätzlich und überhaupt das Gegenteil von dem ist, was aus Österreich kommt, fallen der heimischen Musikkritik zu einer Band wie The Base in erster Linie nur namhafte internationale Vergleiche ein. Bisher genannt (unter anderem): Violent Femmes, Pixies, Lou Reed, Nick Cave, The Jesus Lizard, Nirvana, Roxy Music. Selber Schuld, könnte man nun sagen, wenn jemand schon so unbekümmert mit Versatzstücken jongliert und zwischen Stilen balanciert wie das Grazer Trio ... Sagt man aber nicht, denn was The Base aus den verschiedensten Rock- und Pop-Versatzstücken im Einzelnen macht, ist kompakt portionierte Maßware mit durchaus individueller Handschrift. Dass es hier kräftig groovt und dort deftig funkt, dass einmal die Melodie den Sog auslöst und ein andermal der Beat die Spur formt, trägt sehr zur Abwechslung auf âSunday Morning Rituals" bei. Und dass Sänger Norbert Wally sein Englisch nicht in der Rock'n'Roller-Volkshochschule _erlernt hat, macht The Base noch eine Spur internationaler.
Kleine Zeitung:
Präzision und Wärme
Es ist verdammt hart, in Österreich Rockmusiker zu sein. âTHE BASE" beißt die Zähne zusammen, das Resultat ist trotzdem sehr entspannt.
Wäre diese Album in, sagen wir, London, New York, Manchester, Seattle oder wenigstens Athens, Georgia produziert, es hätte beste beste Chancen, Aufsehen zu erregen. Denn so gut wie das meiste, das in einschlägigen Publikationen als (wenn schon nicht die Zukunft so doch) Gegenwart des Rock´n´Roll gefeiert wird, ist dieser Tonträger allemal: âSUNDAY MORNING RITUALS" von âTHE BASE". Aber er ist halt aus Österreich. Wo es verdammt hart ist, Rockmusiker zu sein.
... Gut sechzig Minuten feine Songs bieten sie, einige kennt man schon von der fabelhaften CD âLive unplugged". THE BASEerfinden das Genre genauso wenig wie alle anderen derzeit bejubelten The-plus-ein-Wort-Sensationen. Aber die Assoziationen, die ausgelöst werden, sind einerseits - Lou Reed, Violent Femmes, Roxy Music - nicht zu Genieren, andererseits ist die Musikgeschichte der vergangenen 30 Jahre auf einem Niveau verarbeit, dass es einfach Spaß macht, zuzuhören. âSUNDAY MORNING RITUALS " besticht durch glasklare Produktion. Die Musiker verknüpfen Präzision mit Wärme, Wallys wandlungsfähige Stimme findet für jede der Geschichten, die erzählt werden, die richtige Tonlage.
Rock: Grunge