Mojo Blues Band | 20 Years in the Blues Jungle

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20 Years in the Blues Jungle

by Mojo Blues Band

Back in 1977 the MOJO BLUESBAND was formed in Vienna/Austria with the aim to revive the 40s and 50s Chicago Blues style. The name "Mojo" derives from an old JB Lenoir record ("Mojo Boogie") and is a synonym for a kind of good luck charm.
Genre: Blues: Chicago Style
Release Date: 

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1. Young Fashioned Ways
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2. In the Blues Jungle
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3. Hound Dog
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4. Louisiana Train
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5. Leaking Roof Boogie
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6. Little Girl
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7. Signals of Love
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8. Bon Ton Roulet
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9. Strollin' With Bone
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10. Love Is a Foolish Thing
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11. Lucky Boy Lion
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12. Heed My Warning
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13. That's the Way It's Gotta Be
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14. We're Both to Blame
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15. Marack
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16. Babe (I Gotta Let You Go)
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17. Neighbors Blues
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18. I'm On My Way Back Home
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19. Dive Bomber
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ABOUT THIS ALBUM


Album Notes
20 Jahre im Blues-Dschungel: Mojo Blues Band
Der Dschungel kann eine gefährliche Sache sein, vor allem für den, der dort nicht geboren wurde. Kaum einem Eindringling gelingt es, sich im Dickicht des Unterholzes häuslich einzurichten und von der mißtrauischen Umgebung letztlich akzeptiert zu werden. Manche haben es gewagt, fast ebenso viele sind gescheitert.

Der Dschungel hat seine eigenen Gesetze, welche wiederum gar nicht so simpel sind, wie sie manchmal erscheinen. Wer glaubt, nur der Große würde überleben, irrt. Auch für vermeintlich Kleine ist Platz, und der Schnelle triumphiert oft über den Langsamen. Vorzüglich bewährt sich in der immergrünen Umgebung auch der Wandlungsfähige, der unterschiedlichen Situationen gewandt und facettenreich zu begegnen vermag. Und schließlich bietet der „wilde" Dschungel auch noch einen weiteren Charakterzug, der manch „zivilisierter" Lebensum-gebung im Laufe der „Entwicklung" abhanden gekommen ist: er kennt keine Ressentiments gegenüber Haut-, Fell- oder sonstigen Farben!
Bevor nun der geneigte Leser und die anmutige Leserin – wie der Kurtl es ausdrücken würde – in leichte Zweifel verfallen, ob denn nun tatsächlich das richtige Magazin zur kulturellen Erbauung ergriffen wurde, eine kurze Erklärung: die Mojo Blues Band erlaubt sich, mit neuem Tonträger und altem Forschermut, ihre „20 Years In The Blues Jungle" (Vertrieb: EMI) zu zelebrieren. Und CONCERTO – ohnehin keiner begründeten Feierlichkeit abhold – zelebriert natürlich mit! Also begab man sich eines wunderschönen Spätsommertages leicht schwitzend und etwas stärker fluchend (allerdings selbst schuld, wenn man den Aufzug erst im dritten Stock findet) in die siebte Etage eines Wiener Gemeindebaues, um dortselbst neben einem unerwarteten Blick über die Dächer der Metropole mit Erik Trauner den Mann anzutreffen, dessen Schicksal mit jenem der Mojo Blues Band einfach untrennbar verknüpft erscheint.
Seit dem ersten Auftritt der Mojo Blues Band im Wiener Jazzland sind nicht weniger als zwei Jahrzehnte vergangen. Steht die Gruppe heute, nach 20 Jahren im Blues-dschungel genau dort, wo du sie zu Beginn haben wolltest, oder hast du gar nicht damit gerechnet, daß es überhaupt 20 Jahre werden?
Eigentlich habe ich mir darüber nie besondere Gedanken gemacht. Ich bin da etwas altmodisch: wenn ich etwas anfange, glaube ich immer, es wird ewig halten. Schon als ich mit dem Blues begonnen habe, wäre ich nie auf die Idee gekommen, daß ich jemals etwas anderes machen möchte. Ich wollte nicht einfach nur ein Instrument spielen, sondern den Blues. Der Weg ist das Ziel, daher ist es auch noch lange nicht aus. So lange du lebst, kannst du etwas erzählen, und das wiederum kann man dann in der Bluesmusik so schön verpacken. So lange ich dazu fähig bin, werde ich daher mit dem Blues weitermachen.
Du bist also relativ zufrieden mit dem heutigen Stand der Band?
Ja, wobei das Wort „zufrieden" natürlich für einen Musiker immer ein Reizwort ist. Eigentlich will bzw. kann man nie zufrieden sein. Aber es wäre undankbar, wenn ich sagen würde, ich wäre es nicht. Die Band beweist auch menschlich einen irrsinnigen Zusammenhalt und musikalisch zieht jeder wirklich am selben Strang. Es ist nicht so, daß ich vorne stehe und der Star bin, sondern die Gruppe ist ein Klangkörper. Dieses Ziel habe ich somit schon erreicht, daß man mit einem Klangkörper agieren und verschiedene Dinge realisieren kann. In diesem Sinn gibt es auch keine Grenzen mehr.
Welche Erinnerungen, Anekdoten oder Highlights verbindest du besonders mit den letzten zwanzig Jahren?
Highlights waren sicherlich die Begegnungen mit den sogenannten Legenden. Spontan fällt mir da immer Champion Jack Dupree ein. Er war auch ohne formale Bildung ein richtig weiser Mann. Das hat mich irrsinnig fasziniert. Er war Analphabet, hat aber dennoch stundenlang philosophiert, und es war großartig, ihm dabei zuzuhören. Die Tourneen und Aufnahmen mit ihm waren sicher ein Höhepunkt für uns. Denn der Blues stammt ja doch aus einem fremden Kulturkreis und man eignet ihn sich bei uns eigentlich künstlich an. Trifft man dann die Leute, die eben diese Musik mehr oder weniger erfunden haben, kann man sich richtige Bluesinjektionen holen. Ein anderes großartiges Erlebnis war unsere Reise nach Chicago. Dort in den Clubs zu spielen, in diese spezielle Atmosphäre einzudringen war eine Erfahrung, die man eigentlich gar nicht in Worte fassen kann.
Wäre es da nicht naheliegend gewesen, zum Zwanzigjahrjubiläum eine Zusammenstellung dieser Begegnungen zu veröffentlichen?
Das haben wir ja schon zum Fünfzehnjahrjubiläum mit einem Dreieralbum gemacht („Super Blues News – 15 Years Mojo Blues Band", Vertrieb: EMI, Wertung: lllll, Gäste u.a.: A.C. Reed, Big Mojo Elem, Champion Jack Dupree, Axel Zwingenberger, Big Jay McNeely, Katie Webster, Louisiana Red, Lowell Fulson!). Auch die letzten beiden Alben waren mit Gästen gespickt. Es war überdies wieder einmal an der Zeit zu beweisen, daß wir auch ohne diese Gäste auskommen und die Vielfalt der Band zu zeigen. „Blues Jungle" soll nämlich mehr bedeuten als nur ein lustiges Wort. Der Blues ist durch eine unheimlich große Bandbreite und durch zahlreiche Stilrichtungen gekennzeichnet, so umfangreich wie etwa die Klassik, vielleicht sogar noch mehr. Es ist möglicherweise ein Handicap, daß wir all dies auch spielen wollen. Was man hört und als gut empfindet, will man auch sofort selbst umsetzen. In einer Plattenkritik wurde uns einmal vorgeworfen, die MBB wäre eine Gemischtwarenhandlung. Andererseits ist es schön, wenn man alles ausprobieren kann. Lightnin´ Hopkins, Muddy Waters oder John Lee Hooker haben ein Leben lang ihr „Ding" gemacht, ohne sich etwas zu pfeifen, was der andere spielt; die haben einfach ihren Stil gehabt. Die größte Bluesphilosophie ist „you got do your own thing". Du kannst kein anderer sein, du darfst die Leute nicht untereinander vergleichen. Das ist bei uns nicht ganz so, wir wollen diese Vielfalt voll ausschöpfen. „Dschungel" vielleicht deshalb, weil das Ganze so unüberschaubar dicht und aufregend ist.
Glaubst du, daß dies eher ein europäischer Ansatz ist?
Wahrscheinlich schon, obwohl auch amerikanische, moderne Bluesbands die Stile zum Teil so sehr mischen, daß es mir schon manchmal zu viel wird. Die Bluesmusik ist mittlerweile in verschiedene Richtungen gegangen, so daß sich jeder aussuchen muß, was ihm gefällt. Ich bin nicht mehr so puristisch wie früher. Mir gefällt es zwar, puristisch zu spielen, aber wenn ein anderer nicht die selbe Richtung spielt ist das auch in Ordnung. Schließlich wäre es ohnehin langweilig, würden alle so klingen wie wir. Warum sollte der Blues nicht mit der Zeit gehen, letztlich wollen die Musiker ja auch Geld damit verdienen. In Europa wächst der Purismus, etwa im Vergleich zu Amerika, noch auf gutem Boden, weil man hier musikalisch nicht so wahnsinnig modern denkt. Man ist mehr mit dem Alten verhaftet. In Amerika ist das Alte eher etwas Anrüchiges, bei uns fällt das unter Traditionspflege.
Ist in Amerika vielleicht auch die Notwendigkeit, kommerziell verwerten zu müssen, größer, jüngstes Beispiel Johnny Lang?
Das Problem bei jungen Künstlern, die stark gepusht werden, liegt oft darin, daß sie relativ schnell ausbrennen. Auch wenn jemand in jungen Jahren ein irrsinniges Talent ist, geht das häufig zu schnell. Die menschliche Entwicklung kann mit der musikalischen nicht Schritt halten. Ich habe mir beispielsweise immer sehr schwer getan, Musik zu machen, weil ich eigentlich nicht sehr musikalisch bin. (Großes Erstaunen und Kopfschütteln beim Interviewer) Ich habe in der Schule in Musik sogar einmal einen Vierer mit Mahnung bekommen. Musik als solche oder Noten hatten für mich keine Bedeutung. Der Blues hingegen ist für mich kein Mittel, wo ich sagen würde, da lerne ich jetzt ein Instrument gut zu beherrschen, sondern ich will damit mein Leben ausdrücken. Auch Champion Jack Dupree hat sich nie als Pianist bezeichnet, er meinte: „Wenn ich zu singen aufhöre, höre ich auch auf Klavier zu spielen". Dadurch, daß die Blues-
musik so bezogen ist auf den Ausdruck dessen, was du erlebt hast, ist es für einen jungen Musiker meiner Meinung nach fast unmöglich, wirklich tiefen Blues zu spielen. Mit zwanzig ist man gerade im Sturm und Drang. Aber wirklich etwas zu sagen, mit richtiger Aussagekraft, hast du eigentlich erst ab dreißig. Man braucht eben eine gewisse Lebenserfahrung für diese Musik. Es soll schließlich das Leben aus dir sprechen. Es gibt zwar unzählige Bluesbands, die die sechsundzwanzigtausendste Version von „Sweet Home Chicago" spielen, da frage ich mich aber, wozu die das machen. Es gibt so viel zu erzählen, und da spielen viele diese abgedroschenen Coverversionen – meistens ohne je selber in Chicago gewesen zu sein -, daß es für mich ein Rätsel ist, was sie damit aussagen wollen.
Ist es nicht gerade diese Emotion, welche die Musik ausmacht?
In der Musik ist das Einfache das Wichtigste. Ich habe Probleme mit wahnsinnig versierten Technikern, die die Gitarre „würgen". Da akzeptierst du nach zehn Minuten, daß du einen ausgezeichneten Techniker vor dir hast, aber es fehlt die Tiefe dabei. Das Reduzieren und Weglassen ist mehr als das Übertreiben, das war zumindest immer meine Philosophie. Da ist der Blues prädestiniert dafür; du kannst da noch unglaubliche Sachen etwa mit der Dynamik anstellen. Ich liebe es, wenn die Band dynamische Einbrüche macht. Das ist eigentlich alles wie ein Geschlechtsverkehr. Das Wechselspiel von Zärtlichkeit und Aggressivität ist äußerst reizvoll.
Gehörst du auch zu jener Kategorie von Musikern, die sagen: „Ich mache meine Platten für mich selbst, und sollten sie noch jemand anderem gefallen, ist das gut, aber wenn nicht, ist es mir auch egal"?
Wir machen Musik natürlich schon für uns. Musik oder eigentlich jede Art von Kunst ist in erster Linie etwas Egoistisches. Mir kann keiner erzählen, daß er für jemand anderen künstlerisch tätig ist, das wäre ja Unsinn. Ob ich jetzt schreibe, male oder Filme mache, das dient im Prinzip immer dem Ausdruck der eigenen Gefühle. Man macht es zunächst natürlich für sich, um sich zu befreien. Ich sehe die Musik ja auch als Therapie für mich selbst. Andererseits brauche ich keine CD aufzunehmen, wenn ich nicht glaube, daß es Leute gibt, denen das auch gefällt. Da muß ich mich natürlich schon der Kritik stellen und so gut wie möglich arbeiten, sonst bliebe ich zuhause und würde gar nichts machen. Kurz gesagt: ich spiele für mich selbst, freue mich aber, wenn sich andere mit mir freuen und meine Musik auch spüren. Ich habe ein irrsinniges Bedürfnis, anerkannt und gelobt zu werden.
Glaubst du, daß es irgendeine tiefere Philosophie im Blues gibt?
Ich glaube, das wird teilweise überbewertet. Blues ist sicher eine Musik, für die du eine gewisse Bodenhaftung brauchst, um sie auch zu empfinden. Teilweise muß man den Blues eher sogar entzaubern, es wird da unheimlich viel mit Mythen gehandelt: Robert Johnson, der vergiftet wurde, etc. Für mich sind Bluesmusiker eigentlich, ganz grob gesagt, arbeitsscheue Leute, die egoistische Musik machen. (lacht)
Die neue CD besteht aus Studioproduktionen wie auch Liveaufnahmen. Was war das Konzept dabei?
„20 Years In The Blues Jungle" ist eine Visitenkarte davon, wie die MBB jetzt spielt. Es war mir wichtig, eine Momentaufnahme zu zeichnen, zumal auch die Liveaufnahmen nicht älter als ein Jahr sind. Der Stil der Band hat sich im Laufe der Zeit allerdings nicht tiefgreifend geändert. Grundlage war immer das Bestreben, Chicago Blues und Country Blues ein bißchen zu vereinen, mit persönlichem Touch und teilweise eigenen Texten. Im Laufe der Jahre entwickelst du dich automatisch, aber dieser rote Faden des traditionellen Blues zieht sich eben durch unsere Musik. Wir sind im Grunde keine Band, die unheimlich viel in der Musik revolutionieren, die aber andererseits auch nicht total im „Alten" verharren will. Ich möchte schon an meinem Spiel erkannt werden.
Kann es so etwas wie eine Revolution im Blues überhaupt geben?
Ja, es kommt auf die Persönlichkeiten an. Tom Waits zum Beispiel hat sicherlich einen Blues gespielt, den man bis dahin in dieser Art noch nicht gehört hat. Robert Cray hat im Blues ebenfalls etwas Neues geschaffen, wenngleich es manche als „die schwarze Antwort auf Dire Straits" bezeichnen. Da hast du das Beispiel eines Bluesmusikers, der wahnsinnig gut singt und gut Gitarre spielt, der mich aber überhaupt nicht berührt. Dieser Blues ist viel zu glatt für mich. Für mich ist Blues nicht unbedingt nur eine Musikform im engeren Sinn. Ich habe griechische Sachen gehört oder afrikanische Chöre, in denen für mich total der Blues steckt, auch in manchen Formen der Volksmusik. Wenn dieser spezielle Ausdruck da ist, nenne ich das auch Blues.
Wie sehen also die nächsten Pläne der Mojo Blues Band aus?
Bei uns geht es gar nicht so sehr um Pläne, wir sind eine Liveband und leben das auch. Ich bin unheimlich dankbar, daß ich meine Leidenschaft und mein Hobby mehr oder weniger durchleben kann, ohne daß mir jemand etwas dreinredet. So gesehen könnte ich gar nicht sagen, daß ich ein besonderes Ziel habe. Vielleicht hadere ich teilweise mit der Schwierigkeit, anerkannt zu werden, weil wir eben eine weiße, Wiener Bluesband sind. Möglicherweise hat uns diese kleine Diskriminierung aber auch stark gemacht, weil wir immer wieder beweisen mußten, daß wir gut sind, sozusagen zweihundert Prozent liefern mußten, damit uns überhaupt jemand bemerkt hat. Ein großer Vorteil war immer, egal wo wir hingekommen sind, daß wir unterschätzt wurden. Da kannst du nur gewinnen. Ich würde mir aber wünschen, daß endlich irgendwer aufwacht und im Radio und den Medien auch den jungen Leuten wieder die Möglichkeit geboten wird, etwas über jene Musik mitzubekommen, die ganze Generationen vom Radio her erfahren haben und dann zu spielen anfingen. Ansätze vom Publikumsinteresse her wären durchaus gegeben. Ein Blues-auftritt im Fernsehen kann dich ein Leben lang begleiten. Diese mögliche Wirkung wird stark unterschätzt. Ich will den Blues nicht überbewerten, dasselbe gilt ja auch für Jazz, Folk oder Country. Zerstören kann dich diese Nichtpräsenz zwar nicht, da wir live ohnehin unsere eigenen Botschafter sind, das Radio könnte aber viel helfen.
Wenige Tage darauf bestätigt die Mojo Blues Band im Wiener Jazzland, daß sie die „kleine Diskriminierung" tatsächlich stark gemacht hat. Das erwähnte Publikumsinteresse stimmt ebenfalls und läßt damit jene Programmverantwortlichen blaß aussehen, die mit ihrer Meinung, Blues wolle eben keiner hören, ungefähr genauso recht haben, wie der Papst unfehlbar ist. Auch der neue Tonträger der MBB läßt keinen Zweifel aufkommen, daß dieser „Klangkörper" zu Recht internationales Format sein Eigen nennt. Wer allerdings nicht selbst die Konzerte der Mojo Blues Band besucht und möglicherweise gleichzeitig noch das geringe Bluesangebot bejammert, dem ist ohnehin nicht zu helfen. Mögen manche ruhig von einer „Gemischtwarenhandlung" faseln, für mich ist die Mojo Blues Band viel eher ein „Feinkostladen"!
Dietmar Hoscher


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